Schlafapnoe

Schlafapnoe ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die die Qualität Ihres Schlafs, sowie Ihre gesamte Gesundheit beeinflussen kann. Sie verursacht kurzzeitig einen kompletten Verschluss des Atemwegs und verhindert, dass Sie atmen.

Das erste Symptom von Schlafapnoe ist normalerweise das Schnarchen. Schnarchen wird durch eine Verengung des Atemwegs, meistens im hinteren Rachenbereich, verursacht. Verengt sich der Atemweg beim Schlafen zu sehr, dann strömt die Luft schneller. Dies führt zu einer Austrocknung des Weichgewebes im Rachenraum und verursacht das Schnarchen.

Jedoch verengt sich der Atemweg in manchen Fällen so sehr, dass sich die Innenwände berühren und verschließen. Dies passiert meist 10-30 Sekunden am Stück, kann jedoch auch länger dauern – manchmal ca. 50 Mal pro Stunde oder öfter. Wenn sich der Atemweg wieder öffnet, kann man meistens ein lautes, heftiges Schnarchen hören. Dieses Ereignis nennt man Schlafapnoe.

Die gesamte Nacht hindurch wird Ihr Körper aus dem Tiefschlaf gerissen, um beim Atmen zu helfen. Deshalb fühlen sich Personen mit Schlafapnoe am nächsten Tag meistens sehr müde.

An Schlafapnoe können Menschen jeden Geschlechts und Alters erkranken. Ihre Lebensweise, wie Rauchen, Übergewichtigkeit und ein Mangel an Fitness, trägt auch zum Risiko Schlafapnoe zu bekommen bei. Bei Frauen steigt das Risiko nach der Menopause an. Hier sind einige Faktoren, die das Schlafapnoe-Syndrom auslösen können:

  • Übergewicht: Große Fettablagerungen im Nacken können Druck auf den Rachenraum ausüben und das Atmen erschweren.
  • Männer sind öfter betroffen: Es ist unbekannt warum, jedoch sind Männer anfälliger für Schlafapnoe als Frauen.
  • 40 Jahre oder älter: Obwohl Schlafapnoe in jedem Alter auftreten kann, ist das Risiko ab 40 Jahre größer.
  • Alkohol: Übermäßiger Alkoholkonsum kann zu einer Gewichtszunahme führen, welche das Risiko an Schlafapnoe zu erkranken erheblich erhöht.
  • Eine sehr großer Halsumfang: Ein Halsumfang von 43 cm oder mehr kann zu Schlafapnoe führen.
  • Rauchen: Rauchen erhöht das Risiko einer Entzündung und verschlechtert den Flüssigkeitsspeicher im Rachenraum, was Atembeschwerden hervorrufen kann.
  • Menopause: Die Veränderung der Hormon-Level während der Menopause kann zu einer erhöhten Entspannung der Halsmuskulatur führen.
  • Familiäre Vorerkrankungen: Sollte Schlafapnoe schon in der Familie vorzufinden sein, besteht die Chance, dass Sie genetisch bedingt empfänglicher für die Erkrankung sind.
  • Verstopfte Nase: Schlafapnoe tritt häufiger bei Menschen auf, die an einer Nasenverstopfung leiden.

Es ist durchaus möglich an Schlafapnoe zu leiden, ohne es zu wissen. Die Symptome werden oft zuerst von einem Partner, einem Freund oder Familienangehörigen bemerkt, während Sie schlafen. Schlafapnoe zu diagnostizieren kann sich als sehr schwierig herausstellen. Eine der Hauptanzeichen der Erkrankung ist das laute Schnarchen, jedoch ist nicht jeder Schnarcher betroffen.

Wenn Sie eine Apnoe durchmachen, schnarchen Sie erst kontinuierlich, gefolgt von einem Moment Stille, dann einem lauten Schnarchen oder Grunzen. Manchmal schließt der Luftkanal nicht komplett, wird aber so schmal, dass der Sauerstoffgehalt im Blut abfällt. Dies nennt man Hypopnoe. Hypopnoen sind schwieriger zu erkennen als Apnoen. Ein häufiges Anzeichen dafür ist ein anhaltendes, lautes oder schwerfälliges Schnarchen. Anzeichen für Schlafapnoe beim Schlafen sind Folgende:

  • Übermäßiges oder lautes Schnarchen
  • Intervalle von schwerfälligem Atmen
  • Keuchen oder Schlucken beim Schlafen
  • Häufige Gänge zur Toilette in der Nacht

Anzeichen für Schlafapnoe in wachem Zustand sind Folgende:

  • Konzentrationsschwächen
  • Mangelnde Interesse an Sex
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
  • Depression

Schlafapnoe-Syndrom ist ein medizinischer Zustand. Das heißt, dass Sie nicht unbedingt daran leiden bevor es wirklich ärztlich diagnostiziert wurde. Sie könnten an manchen Symptomen leiden, jedoch reicht es nicht für eine genaue Diagnose. Es ist auf alle Fälle angeraten, sich mit einem Arzt in Verbindung zu setzen, wenn Sie vermuten an Schlafapnoe zu leiden.

Manche schweren Formen von Schlafapnoe lassen Sie hunderte Male in der Nacht aus dem Tiefschlaf aufwachen ohne, dass Sie es mitbekommen. Das Leiden an jeglichen Formen von Schlafapnoe heißt, dass weniger Sauerstoff in ihrem Blut zirkuliert, als für den Körper notwendig ist.

Es gibt auch noch mehrere ernsthafte medizinische Zustände, die mit Schlafapnoe-Syndrom zusammenhängen. Es gibt Anhaltspunkte dafür, dass Schlafapnoe zu Bluthochdruck führt. Bluthochdruck vergrößert das Risiko für Herzkrankheiten sowie Schlaganfälle. Sie können Bluthochdruck verhindern indem Sie ein gesundes Gewicht beibehalten, regelmäßig Sport treiben und sich ausgewogen ernähren. Durch geeignete Behandlung der Schlafapnoe lässt sich Bluthochdruck auch verhindern.

Schlafapnoe wurde auch mit einem erhöhten Risiko an Typ 2 Diabetes zu erkranken in Verbindung gebracht. Diabetes führt zu einem überhöhten Blutzuckerspiegel (Glukose). Schlafapnoe führt dazu, dass ihr Körper nicht mehr in der Lage ist, die Glukose richtig aufzuspalten. Es ist deswegen wichtig für ihre Schlafapnoe die richtige Behandlung zu finden.

Schlafapnoe kann gegebenenfalls zu Tageschläfrigkeit oder sogar Sekundenschlaf führen. Dies stellt eine Gefährdung des Straßenverkehrs dar. Sie sollten deshalb bei Schlafapnoe unbedingt ärztlichen Rat bezüglich Ihrer Fahrtauglichkeit einholen.

Änderungen des Lebensstils

Bei diagnostizierter Schlafapnoe wird Ihnen Ihr Arzt zu einigen gesundheitsverbessernden Änderungen Ihres Lebensstils raten. Die folgenden Maßnahmen könnten zu einer deutlichen Verbesserung beitragen:

  • Gewicht reduzieren
  • Rauchen aufhören
  • Mehr Sport treiben
  • Reduzierung des Alkoholkonsums
  • Meiden von bestimmten Medikamenten (z.B. Beruhigungsmittel)

Maschinelle Methode zur Unterstützung der Atmung (CPAP)

Eine Behandlungsmethode bei obstruktiver Schlafapnoe (OSA) ist die Anwendung von CPAP, d.h. die maschinelle Erzeugung eines dauerhaft positiven Atemwegdrucks über eine Atemmaske.

Die Maschine erhöht den Druck im oberen Atemweg und Rachenbereich. Dies stellt sicher, dass Ihr Atemkanal nicht zusammenfällt und Sie normal atmen können. Viele Menschen finden CPAP jedoch sehr unkomfortabel, lästig und schwer sich damit anzufreunden. Studien zeigen, dass bis zu 60% aller Patienten die CPAP-Maschine ablehnen und die Behandlung beenden. Wenn Sie gerade eine solche Maschine benutzen, Sie jedoch nicht zurechtkommen, kann es gefährlich sein, mit der Behandlung aufzuhören. Sie sollten ihren Arzt konsultieren um sich über weitere Behandlungsmethoden ohne CPAP-Maschine zu informieren.

Orale Geräte / Protrusionsschienen

Eine weitere häufige Behandlungsmethode gegen Schlafapnoe ist der Einsatz eines oralen Gerätes, einer so genannten Protrusionsschiene, oder Schnarchschiene. Diese Vorrichtungen ähneln einem Mundschutz, wie man ihn beim Boxen trägt und funktionieren, indem Sie Ihren Unterkiefer vorn halten (bzw. verhindern, dass dieser zurückfällt) während Sie schlafen. Dies hilft, Ihren Atemweg nachts offen zu halten, um leicht und ruhig zu atmen. Medizinische Studien zeigen, dass Schnarch-Mundstücke genauso effektiv in der Behandlung von leichter bis mittelschwere Schlafapnoe sind, wie CPAP-Maschinen.

Leichte bis mittlere Schlafapnoe

Wenn Sie unter leichter bis mittlerer Schlafapnoe leiden, kann diese behandelt werden, indem Sie etwas an Ihrem Lebensstil verändern und eine Protrusionsschiene, wie die Snoreeze Schnarchschiene verwenden. Dieses Gerät funktioniert, indem es Ihren Unterkiefer vorn hält, bzw. verhindert, dass dieser zurückfällt während Sie schlafen. Dies verhindert, dass Ihr Atemweg sich verengt oder zusammenfällt und das Atmen einschränkt oder verhindert. Sie können sich noch näher darüber informieren, wie die Snoreeze Schnarchschiene leichte bis mittlere Schlafapnoe behandelt, wenn Sie hier klicken.

Schwere Schlafapnoe

Wenn Sie unter schwerer Schlafapnoe leiden, dann ist eine CPAP-Maschine die beste Behandlungsmethode (manchen Leuten reicht jedoch auch ein Mundstück, oder die Kombination aus beidem). Ihr Arzt wird Ihnen zum besten Weg, ihre Schlafapnoe zu behandeln, raten.