3 Gründe, warum sich das Schnarchen mit zunehmendem Alter verschlimmert

3 Gründe, warum sich das Schnarchen mit zunehmendem Alter verschlimmert

Wenn Sie überzeugt sind, dass das Schnarchen Ihres Partners/Ihrer Partnerin mit zunehmendem Alter stärker wird, liegen Sie richtig. Eine Studie hat ergeben, dass rund 58% der Schnarcher zwischen 50-59 Jahre alt sind. Das Schnarchen wird mit der Zeit immer stärker – und es kann schwierig sein, die die Sägegeräusche zu übertönen, die Ihrem Partner/Ihrer Partnerin nachts entweichen.

Schnarchen kann mit jedem Alter beginnen, aber es ist nicht normal. Es ist ein Zeichen dafür, dass es eine Behinderung in Ihrer Atmung gibt, und diese Behinderung ist die Verengung Ihrer Atemwege, wenn Sie schlafen. Schnarchen wird verursacht, indem sich die Muskeln im hinteren Rachenraum zu sehr entspannen und Luft sich dann schneller durch die Atemwege bewegt. Dies führt dazu, dass das Weichgewebe im Rachenraum trocknet und vibriert. Die Geräusche, die dadurch entstehen, nennen wir Schnarchen.

Warum wird das Schnarchen also mit zunehmendem Alter immer schlimmer?

1) Ihr Muskeltonus nimmt ab.

Obwohl Menschen in jedem Alter schnarchen können, haben die über 35-Jährigen ein größeres Schnarchrisiko. Mit dem Alter kommt die Weisheit – und auch die schwächere Muskelspannung im ganzen Körper, einschließlich des Halses. Das bedeutet, dass Sie möglicherweise nicht die nötige Muskelspannung haben, um Ihre Atemwege während der Nacht richtig offen zu halten.

2) Wir neigen dazu, zuzunehmen.

Das Muster der Gewichtszunahme ändert sich mit zunehmendem Alter, und wir nehmen oft um den Hals zu. Dadurch werden die Atemwege beim nächtlichen Liegen enger, was die Atmung erschwert.

3) Die Menopause setzt ein.

Bei Frauen können hormonelle Veränderungen das Schnarchen verursachen (oder das Schnarchen noch verstärken). Sie sind auch stärker gefährdet, eine Schlafapnoe zu entwickeln – Östrogen und Progesteron erhalten den Muskeltonus Ihres Atemwegs und verhindern, dass er zusammenfällt. Wenn diese Hormonspiegel sinken, steigt das Risiko einer Schlafapnoe, bei der sich der Atemweg vollständig schließt.

Wie behandelt man Schnarchen?

Es gibt viele Möglichkeiten, die Sie ausprobieren können, das Schnarchen zu behandeln. Nasenstreifen, Rachensprays erleichtern das Atmen. Einfache Änderungen des Lebensstils können ebenfalls helfen, wie z.B. Sport bei Übergewicht.

Aber es ist auch wichtig, nach Anzeichen von Schlafapnoe zu suchen, wenn Sie schnarchen. Schlafapnoe ist häufiger bei älteren Erwachsenen und kann eine sehr ernste Erkrankung sein. Während einfaches Schnarchen Ihren Rachen verengt, verschließt die Schlafapnoe diesen für jeweils etwa 10-30 Sekunden vollständig. Achten Sie auf Tagesschläfrigkeit, Keuchen/Röcheln in der Nacht, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit.

Ein CPAP-Gerät wird von Ärzten oft für Menschen mit Schlafapnoe empfohlen. Es hilft den Luftdruck im Rachen zu erhöhen, damit der Atemweg nicht kollabiert. Jedoch werden andere Optionen immer populärer, wie etwa der Einsatz einer Schnarchschiene um den Unterkiefer in der richtigen Position zu halten während Sie schlafen. So wird der Luftweg offen gehalten und Sie atmen wieder leichter. Schnarchschienen können sowohl Schnarchen als auch Schlafapnoe behandeln. Falls Sie vermuten unter Schlafstörungen zu leiden, suchen Sie schnellstmöglich Ihren Arzt auf. Ihre Gesundheit (und Ihr Schlaf) hat es verdient.

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